Motivation ist Motor unseres Lebens. Sie treibt unser Verhalten im privaten und beruflichen Leben und hält uns aktiv. Treiber der Motivation wiederum liegen in uns (Persönlichkeit, innere Motivation) oder sind die mannigfaltigen Belohnungen, die wir im Leben erhalten.

Aktivierungsmuster von dopaminergen Neuronen von Mäusen im Hirnstamm.  Sogenannte DRN Dapamine Neuronen werden aktiv, wenn die Maus nach sozialer Isolation wieder Gesellschaft bekommt. Interessanterweise ist die Aktivierung stärker bei den Tieren, die im sozialen Rank weiter oben stehen. (Bildnachweis: Matthews et al., Cell, 2016)

Warum stehen wir morgens auf und stellen uns jedem Tag neuen Herausforderungen? Weil wir von innen heraus motiviert sind und externe Belohnungen erhoffen und erwarten. “Motivation” stammt von “motus”, lateinisch Bewegung, ähnlich wie das Wort “Emotion”. Dieser ethymologische Ursprung beider Bezeichnungen deutet auf die enge Verknüpfung zwischen Bewegung des Körpers und Emotion/Motivation hin. Tatsächlich könnte man aus neurowissenschaftlicher Sicht argumentieren, dass die treibende Kraft eines jeden Handels, so simpel wie das Aufstehen am Morgen, die Aussicht auf Belohnung ist. Das Ganze funktioniert wie ein Schaltkreis: Ein Auslöser von außen, etwa die innere Vorstellung oder der Anblick eines Croissants, stösst die neuronale Aktivität im limbischen System, dem Emotionsverarbeitungszentrum, an. Es generiert einen Drang, den die Großhirnrinde als bewusstes Verlangen erfasst. Sie gibt dem Körper daraufhin die Anweisung sein Verhalten anzupassen, um dieses Verlangen zu stillen.

Das Belohnungssystem, auch mesolimbisches System genannt, ist neuronal in den tiefen Strukturen des Gehirns eingebettet. Es reguliert die Ausschüttung von Belohnungsbotenstoffen: Stoffe, welche mit Glücksgefühl und Zufriedenheit zusammenhängen. Hauptakteur im System ist das Dopamin. Dopamin stammt aus dem Hirnstamm (Tegmentum und Substantia nigra). Die dopaminergen Neurone dort feuern, wenn man belohnt wird; je grösser und je unerwarteter die Belohnung, desto stärker. Diese Signale gelangen fast in das ganze Gehirn und erlauben dort Lernvorgänge, insbesondere das dauerhafte Verändern von Synapsen (Übertragungsstärken).

Dopamin agiert jedoch nicht alleine im Belohnungssystem. Anders als die Hirnforschung lange vermutete, ist für das Hochgefühl, wenn wir bekommen, wonach wir uns sehnen, nicht das Dopamin verantwortlich. Diese Rolle kommt den körpereigenen Opiaten zu, den Endorphinen, sowie anderen Botenstoffen wie dem Oxytocin. Dopamin ist vielmehr der Neurotransmitter der Belohnungserwartung, wie auch das Stückchen Schokoladentorte auf dem Teller des Nachbarn nahelegt. Denn es ist nicht die leckere Speise selbst, die uns den Dopamin-Kick verpasst. Vielmehr kurbelt der Anblick des genüsslich kauenden Gegenübers das Dopaminsystem an und generiert ein tiefes Verlangen. Gibt man diesem nach, reagiert das mesocortikolimbische System Es wird immer dann aktiv, wenn wir eine Belohnung erwarten. Es geht also nicht um die Freude des Essens selbst, sondern um die Antizipation dessen, was Freude bereiten könnte.

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27. May 2022 14:58

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